Flüchtige Marxismen: Überlegungen zur Ästhetik des Marxismus in der westdeutschen Studentenbewegung (1961–1972)
摘要
Dieser Artikel skizziert die Vielfalt der Marxismus-Rezeption in der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er-Jahre. Dabei geht es weniger um intellektuelle Traditionslinien als vielmehr um unterschiedliche Hoffnungen und Erwartungen, die auf die Marx-Lektüre projiziert wurden: Wie die Studenten Marx lasen und was sie sich von der Lektüre erhofften, veränderte sich mit der Situation der Bewegung und der der einzelnen Leser. Briefe, Tagebücher, Notizen und Protokolle enthalten flüchtige Augenblicksmarxismen, die weniger über Marx als über das Verhältnis einer Bewegung zu ihrem vor sich hergetragenen intellektuellen Fundament aussagen.