Public Health-Aspekte der Lyme-Borreliose: Perspektiven aus Deutschland
摘要
In nördlichen Breitengraden mit gemäßigtem Klima tritt die Lyme-Borreliose in vielen Regionen mit hoher Inzidenz auf, was zu hohen Krankheitslasten führt. Dies erfordert öffentliche Gesundheitsinterventionen zur Verringerung der Morbidität in den betroffenen Bevölkerungsgruppen, bestehend aus Datenerhebung und Implementierung von organisierten und gezielten Präventionsmaßnahmen. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch schwierig, die Inzidenz zu überwachen und die Krankheitslast dieser Erkrankung zu schätzen. Die Krankheitsüberwachung mit Hilfe von obligatorischen Meldesystemen hilft, den Beginn und die Intensität der Infektionssaison, Zeitverläufe, geografische Veränderungen und soziodemografische Merkmale zu überwachen. Dies kann durch bevölkerungsrepräsentative Seroprävalenzstudien ergänzt werden, die Schätzungen der Verteilung von B.-burgdorferi-s.l.-Infektionen (Seroprävalenz) und assoziierten Faktoren in der Bevölkerung liefern. Solche epidemiologischen Daten ermöglichen gezielte Präventionsmaßnahmen. In Abwesenheit eines vorhandenen marktgängigen Impfstoffs sind die Prävention der Lyme-Borreliose durch die Förderung der Vermeidung von Zeckenbissen und die frühzeitige Entfernung von beißenden Zecken die Hauptoptionen. Darüber hinaus sollte die Bevölkerung auf frühe Krankheitssymptome aufmerksam gemacht werden, um spätere schwerere Manifestationen zu vermeiden, sowie ein Verständnis für die Wirkung der Antibiotikatherapie auf den Krankheitsverlauf haben. Die Bereitstellung von öffentlicher Bildung an vertrauenswürdigen Zugangspunkten in Bezug auf Lyme-Borreliose und eine starke Verbindung zur medizinischen wissenschaftlichen Forschung sollte dazu beitragen, die Prävention durch die Förderung von Wissen über diese Krankheit und somit von präventivem Verhalten in der Bevölkerung zu verbessern.