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Prophylaktische Maßnahmen gegen Lyme-Borreliose und zukünftige Perspektiven

  • Nathalie Boulanger

摘要

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit auf der gemäßigten Nordhalbkugel. Das für die Krankheit verantwortliche Bakterium, Borrelia burgdorferi sensu lato (s.l.), kommt hauptsächlich bei kleinen Säugetieren vor und wird von bestimmten Arten von Ixodes übertragen. Für diese Zeckenart sind langanhaltende Blutmahlzeiten über mehrere Tage charakteristisch. Hirsche sind einer der bevorzugten Wirte von adulten Ixodes-Zecken und tragen daher erheblich zur Aufrechterhaltung der Zeckenpopulationen bei. Obwohl Menschen zufällige Wirte sind, stellt die Lyme-Borreliose eine wichtige Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Persönliche Schutzmaßnahmen gegen Zeckenbisse umfassen angemessene Kleidung und den Einsatz von Repellentien. Ein schnelles Entfernen der Zecke nach einem Biss ist unerlässlich und die Bissstelle muss auf das mögliche Auftreten von klinischen Symptomen hin in der Folge länger nachbeobachtet werden. Ein integrativer Ansatz ist erforderlich, um diese Zoonose zu bekämpfen. Nagetierreservoire können mit topischen Akariziden, oralen Impfstoffen gegen B. burgdorferi oder antibiotischen Ködern bekämpft werden. Die Reduzierung der Hirschpopulation kann der Unterdrückung der Zeckenpopulationen dienen. Effektive Modifikationen, um die Umwelt für Zecken weniger attraktiv zu machen, umfassen das Entfernen von Laub, kontrolliertes Verbrennen von Vegetation und Rasenmähen. Der ultimative Goldstandard zur Bekämpfung dieser Krankheit beim Menschen wäre jedoch ein effizienter Impfstoff, der jedoch noch nicht verfügbar ist.