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Computergestützte Musikarchivierung als Physical Culture Theory

  • Rolf Bader

摘要

Der Artikel gibt einen Überblick über das Computational Music and Sound Archive (COMSAR). Ziel ist die Analyse und Sortierung von Musikstücken aus der ganzen Welt mit computergestützten Werkzeugen. Die Analyse basiert auf Music Information Retrieval (MIR) Tools, die verwendeten Sortieralgorithmen sind Hidden-Markov-Modelle und selbstorganisierende Kohonen Maps (SOM). Neben den grundlegenden Signalverarbeitungsalgorithmen werden verschiedene Arten von Systematisierungen wie Taxonomien, selbstorganisierende Systeme sowie Bottom-up-Methoden mit physiologischer Motivation diskutiert. Weitere Implementierungen umfassen Musikinstrumentengeometrien mit ihren durch Mikrofonarrays gemessenen Abstrahlcharakteristiken sowie die Schwingungsrekonstruktion dieser Instrumente durch physikalische Modellierung. Praktisch wird eine Suchmaschine für Musik angestrebt, die auf musikalischen Parametern wie Tonhöhe, Rhythmus, Tonalität, Form oder Klangfarbe basiert und Methoden verwendet, die neuronalen und physiologischen Mechanismen nahe kommen. Dennoch suggeriert das Konzept auch eine Kulturtheorie, die auf physikalischen Mechanismen und Parametern basiert und somit Spekulationen und theoretische Überfrachtung vermeidet.