Seigniorage in der Geschichte des ökonomischen Denkens
摘要
Dieses Kapitel befasst sich mit der Geschichte des ökonomischen Denkens in Bezug auf die Einnahmen aus der Bereitstellung von Geld, ihre Rechtfertigung oder, in moderneren wohlfahrtstheoretischen Begriffen, ihre optimale Höhe. Es beschränkt sich hauptsächlich auf kontinentaleuropäische Autoren der letzten drei Jahrhunderte. Es wird gezeigt, dass verschiedene Formen der Organisation der Geldversorgung unterschiedliche Instrumente zur Erzielung von Seigniorage mit sich bringen. Es werden drei Regime unterschieden: Bei einer Warenwährung erheben die Münzprägeanstalten eine Steuer auf die Lieferung des Währungsgutes, z. B. Gold. Bei einer Fiat-Währung wird die Seigniorage durch die Ausgabe von Geld zur Finanzierung von Staatsausgaben erhoben. Bei einer Kreditwährung wird die Seigniorage in Form von Zinszahlungen an den Staat oder seine Behörden realisiert. Hinsichtlich der optimalen Seigniorage werden zwei Ansätze unterschieden. Der eine sieht die Seigniorage als optimal an, wenn sie die Kosten (für die Produktion und den Unterhalt) der Währung deckt, der zweite baut auf dem ersten auf, fügt aber einen breiteren nutzenbasierten Rahmen hinzu.