Institutionelle Ausdifferenzierung der öffentlichen Aufgabenerfüllung in Deutschland: Ausgliederung, Privatisierung und Rekommunalisierung
摘要
Es wird dargelegt, dass öffentliche Leistungen nicht mehr ausschließlich von der Kernverwaltung erbracht werden, sondern zunehmend auch durch externe Akteure wie privatwirtschaftliche und gemeinnützige Organisationen. Die Autoren erläutern, wie die Ausgliederung – also die institutionelle Übertragung von Aufgaben auf verselbstständigte öffentliche Einrichtungen – sowie die Auslagerung, bei der Aufgaben für einen festgelegten Zeitraum vollständig oder in Teilen an Private ausgelagert werden, als Mittel zur Entlastung der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden. Gleichzeitig wird die materielle Privatisierung als vollständige Übertragung öffentlicher Aufgaben auf private Organisationen diskutiert. Kritisch hinterfragt wird zudem der Trend zur Rekommunalisierung, also die Rückführung ehemals privatisierter Aufgaben in die öffentliche Hand. Abschließend werden die komplexen Steuerungs- und Koordinationsherausforderungen betont, die mit diesen institutionellen Wahlmöglichkeiten einhergehen, sowie die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen und Ziele systematisch zu analysieren, um eine optimale Aufgabenerfüllung sicherzustellen.