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Onkogene

  • Wolfgang A. Schulz

摘要

Onkogene sind eine wichtige Art von Krebsgenen und wirken in dominanter Weise. Sie wurden erstmals in krebsauslösenden Viren entdeckt. Retrovirale Onkogene in Retroviren stammen von ihren Wirten ab, werden jedoch unangemessen exprimiert und enthalten Mutationen, die sie überaktiv machen. Viele zelluläre Gene, die mit retroviralen Onkogenen verwandt sind, sogenannte Proto-Onkogene, sind bei Menschen mutiert oder überexprimiert. Proto-Onkogene werden durch verschiedene Mechanismen zu Onkogenen aktiviert, einschließlich Punktmutationen, Genamplifikation, Genanordnung oder virale Insertion. Eine große Gruppe von Onkogenen wird durch chromosomale Translokationen erzeugt, die Proto-Onkogene deregulieren oder Fusionsproteine mit neuen Eigenschaften erzeugen. Onkogene üben eine Vielzahl von biochemischen Funktionen aus, sie wirken als Wachstumsfaktoren, Wachstumsfaktor-Rezeptoren, Proteinkinasen, Signaltransduktoren, transkriptionelle Aktivatoren oder Repressoren oder als Zelltod-Regulatoren. Viele Proto-Onkogene kodieren Komponenten von Signaltransduktionswegen, welche die Zellproliferation in Reaktion auf Wachstumsfaktoren und Adhäsionssignale regulieren. Der prototypische „Krebssignalweg“, der durch viele Onkogene dereguliert wird, ist der kanonische Mitogen-aktivierte Kinase (MAPK) Weg. Diese Kaskade vermittelt prominent die Signalübertragung von Rezeptor-Tyrosinkinasen an der Zellmembran zum Kern und stimuliert die Proliferation vieler Zelltypen. Im Kern aktiviert der MAPK-Signalweg Transkriptionsfaktoren wie MYC. MYC und seine Paralogen NMYC und LMYC sind potente Onkogene, von denen das eine oder andere in vielen verschiedenen menschlichen Krebsarten durch Genamplifikation, chromosomale Translokation oder anhaltende Deregulierung aktiviert wird. Die MYC-Proteine sind Transkriptionsfaktoren, die das Zellwachstum und die Proliferation fördern, indem sie eine sehr große Anzahl von Genen aktivieren oder reprimieren.