Krebsprävention
摘要
Krebspräventionsmaßnahmen können als primär, sekundär oder tertiär eingestuft werden. Die Prävention kann sich an ganze Populationen, an Bevölkerungsgruppen oder an Individuen und Familien mit einem besonders hohem Risiko richten. Krebsprävention muss auf robusten wissenschaftlichen Daten basieren, ihre Umsetzung erfordert jedoch politische Entscheidungen und gezielte Programme. Primäre Prävention zielt darauf ab, die Entwicklung von Krebs durch Minimierung der Exposition gegenüber bekannten chemischen, physischen oder biologischen Karzinogenen zu verhindern. Impfkampagnen gegen HBV und HPV und Antibiotikabehandlungen zur Ausrottung von H. pylori in Risikopopulationen haben erfolgreiche Beispiele in dieser Hinsicht gesetzt. Die Zuordnung von Mutations-Signaturen in Krebsgenomen zu karzinogenen Agenten und Prozessen könnte weitere Möglichkeiten eröffnen. Während Unterschiede in der Ernährung eindeutig mit dem Krebsrisiko verbunden sind, sind die zugrunde liegenden Mechanismen unzureichend verstanden. Derzeit bestehen präventive Maßnahmen daher weitgehend aus allgemeinen Ernährungsempfehlungen und ausgewählten Nährstoffergänzungen für Personen mit Mängeln. Chemoprävention von Krebs wird derzeit ebenfalls nur in ausgewählten Gruppen eingesetzt. Die sekundäre Prävention zielt darauf ab, Vorläuferläsionen und Krebs in frühen Stadien zu erkennen und zu entfernen. Sie erfordert eine klare Definition der Risikopopulationen, erschwingliche, ausreichend spezifische und sensitive Tests sowie angemessene Optionen zur Behandlung der erkannten Läsionen. Das Beispiel des Prostatakrebs-Screenings in der alternden männlichen Bevölkerung illustriert die Herausforderungen, die mit einem Bevölkerungsscreening verbunden sind. Die tertiäre Prävention umfasst verschiedene Ansätze zur Verhinderung von Rückfällen. Bei Individuen und Familien mit einem hohen Krebsrisiko aufgrund von Keimbahnmutationen in Krebsgenen können geeignete präventive Interventionen und eine frühzeitige Diagnose ihr Risiko für tödliche Krebserkrankungen reduzieren.