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Prostatakrebs

  • Wolfgang A. Schulz

摘要

Prostatakrebs ist eine sehr verbreitete Krebsart bei älteren Männern, zumeist handelt es sich dabei um Prostataadenokarzinome. Ihr klinischer Verlauf ist äußerst variabel. Die Erkennung von Prostatakrebs wurde durch Immunoassays für das prostataspezifische Antigen (PSA) im Serum erheblich erleichtert. Es bleibt jedoch schwierig, indolente von aggressiven Prostatakarzinomen zuverlässig zu unterscheiden. Prostatakrebsgenome enthalten relativ wenige Punktmutationen, aber viele chromosomale Veränderungen, die beispielsweise durch Chromoplexie verursacht werden. Darüber hinaus sind Veränderungen in der DNA-Methylierung charakteristisch. Genetische Veränderungen führen zu einer erhöhten PI3K-Signalwegsaktivität, während Mutationen in TP53, RB1, und MYC hauptsächlich während der Krebsprogression beobachtet werden. Ein Schwerpunkt in diesem Kapitel sind die Mechanismen, welche die Androgenantwort bei Prostatakrebs verändern. Genetische und epigenetische Veränderungen verschieben die Androgenantwort von der Förderung der Differenzierung und Funktion der normalen Drüse hin zur Unterstützung des Überlebens und der Proliferation der Krebszellen. Eine häufige genomische Veränderung erzeugt das Fusionsgen TMPRSS2-ERG, bei dem der Androgen-responsive TMPRSS2 Promoter die Expression des ERG-Transkriptionsfaktors steuert, um die Androgenantworten, Proliferation und Invasivität der Tumorzellen zu verändern. Die meisten Prostatakarzinome reagieren auf Therapien, die Androgensignale hemmen, aber Resistenz, die durch eine Vielzahl von Mechanismen entstehen kann, führt zu kastrationsresistentem Prostatakrebs. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Kapitel sind die Mechanismen, durch die Prostatakrebszellen wechselseitig mit Stromazellen interagieren. Diese Interaktionen sind relevant für das Wachstum des Krebses am primären Ort, sind aber besonders wichtig für die Bildung von Metastasen. Sie erklären insbesondere die bevorzugte Aussaat von Prostatakarzinomen in bestimmte Knochen.