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Magenkrebs

  • Wolfgang A. Schulz

摘要

Magenkrebs bleibt weltweit eine häufige Ursache für Krebstodesfälle, doch seine Inzidenz ist in den meisten Ländern seit mehreren Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Ursachen für diesen einzigartigen Rückgang werden in verbesserter Hygiene, Veränderungen in der Ernährung und einer reduzierten Prävalenz von Helicobacter pylori-Infektionen vermutet. Dieses Kapitel beschreibt zunächst die molekulare und zelluläre Pathogenese der vorherrschenden histologischen Subtypen von Magenkarzinomen, dem intestinalen Typ und dem diffusen Typ. Der intestinale Typ entwickelt sich aus einer Magenatrophie über eine intestinale Metaplasie und Dysplasie. Intestinale Magenkarzinome teilen bestimmte genetische Veränderungen mit Kolonadenokarzinomen, wie Mutationen, die WNT/β-Catenin verstärken und TGFβ-Signalgebung stören. Ebenso zeigt ein Teil dieser Krebserkrankungen eine Mikrosatelliteninstabilität. Metaplasie ist mit einer veränderten Expression von Transkriptionsfaktoren verbunden, welche die intestinale Differenzierung regulieren. Diffuse Magenkarzinome zeichnen sich durch hochinvasive kleine Gruppen von locker aneinander haftenden Krebszellen aus. Dies ist eine Folge von Mutationen die E-Cadherin verkürzen oder onkogenen Mutationen, die das kleine GTP-bindende Protein RHOA aktivieren. TP53-Inaktivierung ist in beiden histologischen Typen häufig. Ein zweites Hauptthema dieses Kapitels sind die komplexen Mechanismen, durch die das biologische Karzinogen H. pylori bei einigen der vielen Individuen, die von dem Bakterium infiziert sind, Magenkrebs verursacht. Das Ergebnis der Infektion wird durch die genetische Variabilität der Pathogenstämme und durch die Immunantwort des Wirts bestimmt. Im Bakterium beeinflussen Variationen in Pathogenitätsgenen das Risiko einer chronischen Entzündung, Geschwüren und Krebs. Darüber hinaus wird die Karzinogenese durch H. pylori von Kofaktoren moduliert, darunter karzinogene und schützende Bestandteile der Ernährung.