Leberkrebs
摘要
Leberkrebs ist weltweit eine der tödlichsten Krebsarten. Dieses Kapitel beschreibt die molekulare Pathogenese des wichtigsten histologischen Subtyps, des hepatozellulären Karzinoms (HCC). Die meisten HCC entwickeln sich im Kontext von chronischen Entzündungen und Leberzirrhose, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden können. Dazu gehören Hepatitis-Viren B (HBV) oder C (HCV), Alkohol, bestimmte chronische Stoffwechselstörungen und erbliche Krankheiten wie Hämochromatose. Chemische Karzinogene wie Aflatoxin B1 und Aristolochsäure tragen als Mutagene bei, wobei jedes eine spezifische Mutations-Signatur verursacht. Genetische und epigenetische Veränderungen im hepatozellulären Karzinom stören die TP53-Funktion und die Zellzyklusregulation, verursachen eine konstitutive Aktivität des kanonischen WNT-Signalwegs und aktivieren Telomerase. Mehrere Wachstumsfaktoren und ihre Rezeptoren, welche die normale Hepatozytenproliferation und -regeneration steuern, sind am Wachstum und Überleben von HCC beteiligt. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Kapitel liegt auf den Mechanismen der Hepatokarzinogenese durch die biologischen Karzinogene HBV und HCV. Diese Mechanismen umfassen Hepatozytenschädigung und Zelltod, die eine Geweberegeneration erforderlich machen und eine chronische Entzündung hervorrufen, die Fehlregulation zellulärer Prozesse und Störungen der zellulären Kontrollsysteme durch virale Proteine sowie die Integration viraler Sequenzen in das zelluläre Genom. Therapeutische Optionen für fortgeschrittene HCC sind sehr begrenzt, aber diese Krebsart kann durch verschiedene präventive Maßnahmen verhindert werden, wie Impfung gegen HBV, antivirale Medikamente gegen HCV und HBV und Vermeidung von chemischen Karzinogenen.