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Lungenkrebs

  • Wolfgang A. Schulz

摘要

Lungenkrebs verursacht einen großen Anteil aller Krebstodesfälle weltweit. Die überwiegende Mehrheit der Fälle wird durch Karzinogene aus Zigarettenrauch verursacht. In diesem Kapitel wird zunächst der komplexe Mechanismus der Karzinogenese durch Zigarettenrauch diskutiert. Das zweite Hauptthema sind die charakteristischen genomischen Veränderungen in den drei wichtigsten histologischen Unterarten von Lungenkrebs, Adenokarzinom (LUAD) und Plattenepithelkarzinom (LUSC), zusammengefasst als nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC), und kleinzelliger Lungenkrebs (SCLC). Sie unterscheiden sich in ihrer Histologie und den zugrunde liegenden genetischen Veränderungen. Alle Unterarten verlaufen meist tödlich und die therapeutischen Optionen sind begrenzt, mit der bemerkenswerte Ausnahme von zielgerichteten Medikamenten für einige LUAD und neuartigen Immuntherapien. Der kleinzellige Lungenkrebs ist eine prototypischer neuroendokriner Krebsart. Bei allen SCLC sind die Tumorsuppressoren TP53 und RB1 durch Mutationen und Deletionen inaktiviert, und der Transkriptionsfaktor SOX2, der für die neuroendokrine Differenzierung erforderlich ist, wird überexprimiert. Die Progression dieser Krebsart ist mit der Amplifikation von MYC Genen assoziiert. LUSC teilen viele Eigenschaften mit SCC anderer Gewebe, wie TP53-Inaktivierung, CDKN2A Deletionen, Aktivierung des PI3K-Signalwegs und erhöhte NRF2-Aktivität. LUAD stellt den häufigsten histologischen Subtyp von Lungenkrebs dar und ist der einzige, der auch bei Nichtrauchern verbreitet ist. LUADs enthalten weniger regelmäßig TP53 Mutationen, aber wiederkehrende genomische Veränderungen, die MAPK und PI3K-Signaltransduktion aktivieren. Der EGFR oder andere Rezeptor-Tyrosinkinasen wirken als Treiber-Onkogene in jeweils einem Anteil der LUAD. Diese Tumoren, aber nicht die mit KRAS Mutationen, reagieren daher gut auf Inhibitoren, die gegen die jeweilige Tyrosinkinase gerichtet sind. Sie werden nach molekulardiagnostischer Identifizierung des verantwortlichen Onkogens verabreicht.