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Hautkrebs

  • Wolfgang A. Schulz

摘要

Die Haut ist das am häufigsten von Krebserkrankungen betroffene Organ beim Menschen. Das wichtigste Karzinogen in der Haut ist die UV-Strahlung, die über mehrere Mechanismen wirkt, besonders über DNA-Schäden, die zu einer charakteristischen Mutations-Signatur führen. Die Inzidenz von Hautkrebs wird stark durch erbliche genetische Variationen beeinflusst, insbesondere bei der Hautpigmentierung, aber auch durch Keimbahnmutationen in DNA-Reparaturfaktoren und spezifischen Tumorsuppressoren. In diesem Kapitel werden charakteristische pathogene molekulare Veränderungen in den drei wichtigsten Hautkrebsarten diskutiert. Zusätzlich zu TP53-Mutationen und Telomerase-Aktivierung, die bei allen drei Krebsarten verbreitet vorkommen, betreffen typische Veränderungen bei Plattenepithelkarzinomen (SCC) die Zellzyklusregulation, Notch- und PI3K-Signalwege. Viele charakteristische genomische Veränderungen des kutanen SCC finden sich bemerkenswerterweise auch im SCC anderer Gewebe. Basalzellkarzinom (BCC) der Haut wird hauptsächlich durch Veränderungen im Hedgehog-Signalweg verursacht. Während SCC und BCC sich aus Zellen der Keratinozytenlinie entwickeln, entsteht der tödlichste Hautkrebs, das Melanom, aus Melanozyten. In allen Melanomen wird der MAPK-Signalweg durch onkogene Mutationen in Onkogenen oder Tumorsuppressoren aktiviert. Die MAPK-Aktivierung wird durch Mutationen in mehreren weiteren Genen ergänzt, welche die Apoptose oder replikative Seneszenz beeinträchtigen. Veränderte Reaktionen auf den melanozytenspezifischen Wachstumsfaktor αMSH fördern zusätzlich das Überleben von Melanomzellen. Melanomzellen behalten oft die Expression von melanozytenspezifischen Antigenen bei und exprimieren zusätzlich Cancer-Testis-Antigene. Die insgesamt hohe Rate an Punktmutationen induziert eine Vielzahl von Neo-Antigenen. Diese Antigene können Ziele von Antitumor-Immunreaktionen werden; dies wird erfolgreich für die Immuntherapie genutzt.