Für Finnland begann die Nachkriegszeit im September 1944, als es im Zweiten Weltkrieg die Seiten wechselte. Das Land, das seit dem Sommer 1941 an der Seite Deutschlands gegen die Sowjetunion gekämpft hatte, befand sich nun im sowjetischen Einflussbereich. In dieser veränderten politischen Situation stellten neue soziale Bewegungen, insbesondere solche, die von Kommunisten und anderen linken Aktivisten angeführt wurden, die bestehende wirtschaftliche und politische Ordnung in Frage. In diesem Artikel wird jedoch argumentiert, dass die traditionellen wirtschaftlichen Eliten ihre Interessen bemerkenswert erfolgreich verteidigten. Als die „Jahre der Gefahr“, wie die Zeit von 1944 bis 1948 in Finnland genannt wird, zu Ende gingen, blieb Finnland ein Land mit einer traditionellen parlamentarischen Demokratie westlicher Prägung und einem kapitalistischen Wirtschaftssystem.

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Kapitalismus unter Beschuss: Wirtschaftseliten und soziale Bewegungen im Finnland der Nachkriegszeit

  • Niklas Jensen-Eriksen

摘要

Für Finnland begann die Nachkriegszeit im September 1944, als es im Zweiten Weltkrieg die Seiten wechselte. Das Land, das seit dem Sommer 1941 an der Seite Deutschlands gegen die Sowjetunion gekämpft hatte, befand sich nun im sowjetischen Einflussbereich. In dieser veränderten politischen Situation stellten neue soziale Bewegungen, insbesondere solche, die von Kommunisten und anderen linken Aktivisten angeführt wurden, die bestehende wirtschaftliche und politische Ordnung in Frage. In diesem Artikel wird jedoch argumentiert, dass die traditionellen wirtschaftlichen Eliten ihre Interessen bemerkenswert erfolgreich verteidigten. Als die „Jahre der Gefahr“, wie die Zeit von 1944 bis 1948 in Finnland genannt wird, zu Ende gingen, blieb Finnland ein Land mit einer traditionellen parlamentarischen Demokratie westlicher Prägung und einem kapitalistischen Wirtschaftssystem.