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RPE-Polarität und Barrierefunktion

  • Lawrence J. Rizzolo

摘要

Das RPE trennt die fotorezeptorseitige neurosensorische Retina von ihrer chorioidalen Blutversorgung. Da chorioidale Kapillaren fenestriert sind, fungiert das RPE als äußere Blut-Retina-Schranke. Die äußere Blut-Retina-Schranke ist ein dynamisches Zusammenspiel vieler zellulärer Prozesse, einschließlich der Absorption von Wasser, des visuellen Zyklus, der Phagozytose und des Membrantransports. Entscheidend für die Funktion der Schranke ist die epitheliale Zellpolarität, die asymmetrische Verteilung von Proteinen zwischen den apikalen (zum subretinalen Raum gerichteten) und basolateralen (zum Choroid gerichteten) Plasmamembranen. Die Zellpolarität wird durch Tight Junctions aufrechterhalten, die die beiden Plasmamembrandomänen trennen. Tight Junctions sind auch semipermeable, semiselektive Barrieren für die transepitheliale Diffusion von gelösten Stoffen durch die parazellulären Räume zwischen benachbarten Zellen. Claudine sind Tight Junction-Proteine, die die Selektivität bestimmen und bei der Bestimmung der Permeabilität helfen. Im RPE funktioniert Claudin-19 in Koordination mit im RPE angereicherten Membrantransportern. Darüber hinaus ist Claudin-19 ein Signalmolekül, das hilft, den RPE-Phänotyp zu bestimmen. Experimentelle Untersuchungen der Funktion von Tight Junctions werden oft auf die Expression einiger Proteine oder einfacher Messungen des transepithelialen elektrischen Widerstands oder der transzellulären Diffusion einiger Tracer reduziert. Obwohl dies für die Überwachung von Kulturen praktisch ist, ignoriert dieser Ansatz die Dynamik dieser komplexen Struktur und kann zu unvollständigen Schlussfolgerungen führen. In diesem Kapitel wird untersucht, wie sich diese Prinzipien im RPE manifestieren.