RPE und Gentherapie
摘要
Das RPE repräsentiert einen der beiden Hauptzelltypen in der Retina, die durch Gentherapie anvisiert werden, neben den Fotorezeptoren. Nach subretinaler Verabreichung liefern virale Vektoren, wie Adeno-assoziiertes Virus (AAV), Lentivirus oder adenovirusbasierte Vektoren, oder Nanopartikel genetisches Material in diesen Zelltyp, was eine robuste und langfristige Transgenexpression als Grundlage für den Genadditionstherapieansatz ermöglicht. Aufgrund dieser Eigenschaft der RPE-Zellschicht wurden mehrere RPE-basierte erbliche Retinadystrophien, wie RPE65- oder MERTK-Defizienz und Choroiderämie, durch gentherapeutische Ansätze behandelt, die das klinische Stadium mit insgesamt mehr als 100 Patienten weltweit erreicht haben. Normalerweise führen RPE-Defekte zu einem Verlust der Fotorezeptorfunktion, und der klinische Nutzen wird hauptsächlich auf der Fotorezeptorebene gemessen, mit unterschiedlichem Grad an Verbesserung. Behandlungsansätze für andere Störungen befinden sich in einem präklinischen Stadium, einschließlich Genaddition sowie des neu entwickelten Genomeditierungsansatzes, der auf der eigenen Kapazität der Zelle beruht, einen künstlich induzierten DNA-Doppelstrangbruch in der Nähe der Zielstelle zu reparieren. Gentherapeutische Ansätze wurden auch für altersbedingte erworbene Netzhauterkrankungen entwickelt, bei denen die krankheitsverursachenden Faktoren, die oft mit neovaskulären Veränderungen der Retina oder chronischer Stimulation des Immunsystems in Verbindung stehen, entweder durch Genaddition oder Genomeditierung angegangen werden. Dieses Kapitel fasst den aktuellen Stand der Technik der RPE-basierten Gentherapie zusammen und diskutiert aktuelle Aspekte und zukünftige Richtungen in diesem florierenden Forschungsfeld.