Schlussfolgerung: Gleichgeschlechtliche Elternschaft und die Herstellung jüdischer Kontinuität
摘要
Dieses abschließende Kapitel fasst die empirischen Erkenntnisse zusammen, um zu diskutieren, welche langfristigen Auswirkungen die Bildung gleichgeschlechtlicher Elternschaft in Israel haben könnte. Wichtig ist vor allem, dass die Hinwendung gleichgeschlechtlicher Paare zu medizinischen Reproduktionstechnologien (Samenspende und Leihmutterschaft), zu rechtlichen Technologien (Stiefkindadoption und Elternschaftsordnungen) und zu religiösen Technologien (Konversionsprozesse und Beschneidung) bestehende Verschiebungen offenbart und ontologische Widersprüche in israelischem Familienrecht enthüllt haben. Diese besondere Situation schafft nicht nur Unklarheiten für gleichgeschlechtliche Paare, sondern auch für deren Nachkommen, die mit einer stark fragmentierten Definition von Geschwisterschaft konfrontiert sind. Welche Stammbäume die Kinder gleichgeschlechtlicher Paare eines Tages nachzeichnen und welche Art von nationaler, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit sie beanspruchen werden, bleiben offene Fragen. Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt jedoch, dass das Ringen um die Reproduktion des jüdischen Kollektivs Teil der jüdischen Tradition ist. Und genau diese Tradition bietet auch Mittel, um gleichgeschlechtliche Paare und ihre Kinder ins jüdische Kollektive aufzunehmen.