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Die Tragweite des Staates als Funktion der Transaktionskosten: Wie wird die Digitalisierung die Rolle des öffentlichen Rechts verändern?

  • Stefan Schlegel,
  • Benedikt Schuppli

摘要

Der in diesem Kapitel skizzierte analytische Rahmen geht davon aus, dass der Charakter und der Umfang der Staaten zum Teil durch die technologische Umgebung, in der sie existieren, bestimmt werden. Wenn die Erfindung der Feuerwaffen, der Eisenbahnen und der Verbrennungsmotoren zu grundlegenden Veränderungen der Art und Weise geführt haben, wie Gemeinschaften organisiert sind, dann wäre es abwegig anzunehmen, dass die Digitalisierung den Staat, in dem sie sich entfaltet, im Wesentlichen unverändert lassen wird. Unser analytischer Rahmen versucht daher, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das öffentliche Recht (und damit auf die Natur des Staates) zu bewerten, indem es ein Verständnis des Staates als Mittel zu einem Transaktionskostenproblem entwickelt. Nach diesem Verständnis ist der Staat ein Cluster von Institutionen, dessen Fortbestand sich nicht erklären ließe, wenn es keine Transaktionskosten gäbe. Die Digitalisierung, so dieser Ansatz, ist ein Treiber für strukturelle Veränderungen der Transaktionskosten. Die Stärke dieses Ansatzes liegt in seiner Fähigkeit, alle Bereiche der Regulierung und alle unter dem Sammelbegriff „Digitalisierung“ zusammengefassten Technologien in einer kohärenten Analyse zu umfassen. Die Erkenntnisse dieses Ansatzes werden auch auf die juristische und politische Auswirkungsabschätzung neuer und unbekannter Technologien und deren Anwendungen übertragbar sein.