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Pathogenese von Fieber

  • A. Sahib El-Radhi

摘要

Zahlreiche exogene Substanzen, sogenannte exogene Pyrogene, initiieren den Fieberzyklus. Endotoxin Gram-negativeer Bakterien, mit seiner pyrogenen Komponente Lipopolysaccharid, ist das potenteste exogene Pyrogen. Fieber ist auch ein häufiges Symptom bei Kindern, die keine offensichtliche Anzeichen einer Infektion aufweisen, zum Beispiel bei einer Hypersensibilitätsreaktion, einer Autoimmunerkrankung oder einer Malignität. Exogene Pyrogene initiieren Fieber, indem sie Mastzellen (vorrangig Makrophagen) dazu veranlassen, endogene Pyrogene wie Interleukin-1 zu produzieren und freizusetzen, die mehrere biologische Funktionen haben, die für die Immunantwort unerlässlich sind. Endogene Pyrogene werden an das hypothalamische thermoregulatorische Zentrum, speziell an das Organum vasculosum laminae terminalis (OVLT), übermittelt, wo sie die Synthese von Prostaglandinen induzieren, von denen PGE2 das wichtigste ist. Prostaglandine erhöhen den thermostatischen Sollwert, wodurch die Fieberreaktion initiiert wird. Das hypothalamische thermoregulatorische Zentrum erreicht die Wärmeproduktion durch Induktion von Zittern und Wärmeerhaltung durch Vasokonstriktion. Bei einer etablierten Temperatur wird Fieber reguliert (auch bei einer Temperatur von über 41,0°C) und die Wärmeerzeugung nähert sich dem Wärmeverlust an, genauso wie bei Gesunden, allerdings auf einem höheren Niveau des Sollwerts. Daher steigt Fieber nicht unaufhörlich an. Neben der Funktion als endogenes Pyrogen aktiviert IL-1 T-Lymphozyten, um verschiedene Faktoren wie Interferone und IL-2 zu produzieren, die für die Immunantwort unerlässlich sind. Die gleichzeitige Produktion von Fieber und Lymphozytenaktivierung ist das deutlichste und stärkste Argument für die schützende Rolle von Fieber. Die Induktion von Fieber führt zu einer Hemmung des Bakterienwachstums, einer erhöhten bakteriziden Wirkung von Neutrophilen, der Produktion von Akutphase-Proteinen und anderen physiologischen Veränderungen wie Appetitlosigkeit und Schläfrigkeit. Diese Veränderungen deuten darauf hin, dass Fieber eine Anpassung zum Überleben des Wirts während einer Infektion darstellt.