Das Management von Fieber (Antipyretika)
摘要
Dies ist eines der wichtigsten Kapitel dieses Buchs. Das Kapitel zeigt auf, dass die Behandlung von Fieber mehr ist als die Verabreichung von Antipyretika. Fieber ist die häufigste Ursache für einen Arztbesuch (etwa 30 % der fachärztlichen Konsultationen) und Antipyretika werden nahezu routinemäßig zur Fiebersenkung eingesetzt. Antipyretika sind unter den am häufigsten verschriebenen Medikamenten bei Kindern. Die Anwendung von Antipyretika zur Senkung der Körpertemperatur sollte mit Indikationen und Urteilsvermögen erfolgen. Argumente für und gegen die Anwendung von Antipyretika werden im Detail besprochen: Aktuelle Konzepte bei Eltern und medizinischen Fachkräften, die Angst vor Fieberanfällen sind unter den Faktoren für die Verschreibung von Antipyretika. Die positiven Effekte von Fieber auf die Immunität und gegen Mikroorganismen sprechen gegen die Verwendung von Antipyretika. Paracetamol ist das beste verfügbare Antipyretikum. Es ist das einzige verfügbare Medikament gegen Fieber und Schmerzen für Kindern ab der Geburt und jünger als drei Monate. Es ist die erste Wahl zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung, hat jedoch keine entzündungshemmende Wirkung. Im Gegensatz zu Ibuprofen wird Paracetamol bei Kindern mit Dehydratation und mit Windpocken nicht angewendet. In den vergangenen Jahren ist es zur gängigen Praxis geworden, die beiden Antipyretika Paracetamol und Ibuprofen gemeinsam zur Behandlung von fiebernden Kindern im Krankenhaus und zu Hause einzusetzen. Von dieser Praxis wird abgeraten. Obwohl es einige Hinweise darauf gibt, dass diese Praxis der Kombination bzw. Abwechslung von Antipyretika möglicherweise effektiver bei der Fiebersenkung über einen längeren Zeitraum ist als die Monotherapie, fand ein kürzlich erstellter Cochrane-Review keine Belege, dass sie das Wohlbefinden des Kindes verbessert oder den Verlauf der Grunderkrankung verändert. Antipyretika können als Routineverfahren unter den folgenden Bedingungen angezeigt sein: symptomatische Fieber mit Schmerzen, Unwohlsein, Delirium und übermäßiger Lethargie. Antipyretika dienen hier zur Verbesserung des Wohlbefindens des Kindes, damit das Kind Flüssigkeiten zu sich nehmen kann, und damit zur Milderung von Ängsten der Eltern.