Die neuere Zeit
摘要
Sowohl in der Einleitung zu seinem 1625 erschienenen Werke De jure belli et pacis als auch im ersten Kapitel des ersten Buches weist der Holländer Hugo Grotius auf die Apriorität des Guten und Schlechten hin: So wenig Gott es bewirken kann, daß zweimal zwei nicht vier sei, ebensowenig kann er bewirken, daß quod intrinseca ratione malum est, malum non sit. Obgleich Grotius mit diesem Satze auf gewisse ethische und naturrechtliche Regeln zielt, ist in ihm doch zugleich die Apriorität der jenen Regeln zugrunde liegenden Werterkenntnis impliziert. Die Berühmtheit des Werkes gab dieser schon bei Suarez und Früheren enthaltenden These weiteste Verbreitung.