<p>Die Partizipation an kollektiven Aushandlungsprozessen stellt einen Schlüssel zum mathematischen Lernen dar. In der Interaktion können unterschiedliche Sichtweisen zum Lerngegenstand ausgehandelt und somit das individuelle Verständnis der Schüler*innen erweitert werden. Besonders produktiv sind Aushandlungsprozesse, wenn Deutungsdifferenzen authentische Argumentationsanlässe schaffen. Offene und diskursive Aufgabenformate wie Modellierungsaufgaben erhöhen dabei die Chance auf solche Deutungsdifferenzen. In einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe der Jahrgangsstufen 4 bis 6 untersucht Lea Donner in dieser qualitativ-empirischen Studie die Zusammenarbeit von Schüler*innen beim Bearbeiten von Modellierungsaufgaben. Mittels videografierter Gruppenarbeiten und interpretativer Analyseverfahren werden sowohl die individuelle Partizipation am Aushandlungsprozess als auch die kollektive Entwicklung mathematischer Ideen rekonstruiert. Die Studie kombiniert und erweitert die beiden Analyseformen der Interaktions- und der Partizipationsanalyse. Hierbei wird ein Modell zur Analyse dyadischer Interaktionen in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit auf polyadische Interaktionen weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Interaktionsstrukturen in Kleingruppen auf Grundlage dieses modifizierten Modells identifiziert.</p>

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Interaktion und Partizipation beim Bearbeiten von Modellierungsaufgaben in Kleingruppen

  • Lea Marie Donner

摘要

Die Partizipation an kollektiven Aushandlungsprozessen stellt einen Schlüssel zum mathematischen Lernen dar. In der Interaktion können unterschiedliche Sichtweisen zum Lerngegenstand ausgehandelt und somit das individuelle Verständnis der Schüler*innen erweitert werden. Besonders produktiv sind Aushandlungsprozesse, wenn Deutungsdifferenzen authentische Argumentationsanlässe schaffen. Offene und diskursive Aufgabenformate wie Modellierungsaufgaben erhöhen dabei die Chance auf solche Deutungsdifferenzen. In einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe der Jahrgangsstufen 4 bis 6 untersucht Lea Donner in dieser qualitativ-empirischen Studie die Zusammenarbeit von Schüler*innen beim Bearbeiten von Modellierungsaufgaben. Mittels videografierter Gruppenarbeiten und interpretativer Analyseverfahren werden sowohl die individuelle Partizipation am Aushandlungsprozess als auch die kollektive Entwicklung mathematischer Ideen rekonstruiert. Die Studie kombiniert und erweitert die beiden Analyseformen der Interaktions- und der Partizipationsanalyse. Hierbei wird ein Modell zur Analyse dyadischer Interaktionen in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit auf polyadische Interaktionen weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Interaktionsstrukturen in Kleingruppen auf Grundlage dieses modifizierten Modells identifiziert.