<p><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">In diesem Buch untersucht der Autor, ob die geschlechter-, sexualitäts- und familienpolitischen (GSF) Positionen der baden-württembergischen und sächsischen AfD-Landtagsfraktionen auf Entfremdungsempfindungen fußen. In Deutschland zeigen sich zunehmend Demokratiedefizite, Desintegrationstendenzen und derweil anhaltender Erfolg der AfD. Daher wird oft politische Entfremdung konstatiert, die zur Erlangung verlorener politischer Wirkungsmacht Bürger*innen zur Unterstützung der AfD verleite. Dies ist jedoch zu kurzgefasst. Um einen detaillierten Blick auf die emotionalen Hintergründe der GSF-Positionen der AfD zu erlangen, führt der Autor eine qualitative Inhaltsanalyse von 223 Pressemitteilungen beider Fraktionen durch die Linse weiterer zentraler Entfremdungsfacetten durch. Die Ergebnisse zeigen vor allem deutliche Hinweise auf Empfindungen von Machtlosigkeit, deren Begründungszusammenhänge weit über Demokratiedefizite und politische Entfremdung hinausgehen, aber auch auf ein durch gesteigerte Komplexität verursachtes Unterlaufen von Mindeststandards für kognitive Klarheit und Empfindung gesellschaftlicher Isolation.</span></p>

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Die Gender-Ideologie der AfD

  • Christopher Finke

摘要

In diesem Buch untersucht der Autor, ob die geschlechter-, sexualitäts- und familienpolitischen (GSF) Positionen der baden-württembergischen und sächsischen AfD-Landtagsfraktionen auf Entfremdungsempfindungen fußen. In Deutschland zeigen sich zunehmend Demokratiedefizite, Desintegrationstendenzen und derweil anhaltender Erfolg der AfD. Daher wird oft politische Entfremdung konstatiert, die zur Erlangung verlorener politischer Wirkungsmacht Bürger*innen zur Unterstützung der AfD verleite. Dies ist jedoch zu kurzgefasst. Um einen detaillierten Blick auf die emotionalen Hintergründe der GSF-Positionen der AfD zu erlangen, führt der Autor eine qualitative Inhaltsanalyse von 223 Pressemitteilungen beider Fraktionen durch die Linse weiterer zentraler Entfremdungsfacetten durch. Die Ergebnisse zeigen vor allem deutliche Hinweise auf Empfindungen von Machtlosigkeit, deren Begründungszusammenhänge weit über Demokratiedefizite und politische Entfremdung hinausgehen, aber auch auf ein durch gesteigerte Komplexität verursachtes Unterlaufen von Mindeststandards für kognitive Klarheit und Empfindung gesellschaftlicher Isolation.