<p>In diesem Open-Access-Buch wird analysiert, wie Politiker*innen, insbesondere Mitglieder des Europäischen Parlaments, als Top-down-Akteure sowie zivile Akteure als Bottom-up-Akteure auf die Lokaljournalist*innen und deren Berichterstattung über die Europäische Union (EU) in Lokalzeitungen einwirken sowie die Politisierung der EU und die Europäisierung in den EU-Mitgliedstaaten beeinflussen. Lokale Tageszeitungen rücken nur selten in den Fokus der Forschung zur europäischen Öffentlichkeit. Sie sind aber gerade aufgrund ihrer wichtigen Funktionen auf der lokalen Ebene nicht zu vernachlässigen und können zur Politisierung der EU beitragen, indem sie eine Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Akteuren aus Politik, den Massenmedien und der Zivilgesellschaft, deren Strategien und Aktivitäten sowie der Berichterstattung im Medium selbst übernehmen. Mithilfe von 34 Interviews mit Journalist*innen, EU-Korrespondent*innen, Mitgliedern des Europäischen Parlaments und deren Mitarbeitenden, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und von EDICs, einer qualitativen Inhaltsanalyse lokaler Tageszeitungen sowie eines Vergleichs der drei Fallstaaten Deutschland, Österreich und Frankreich kann festgestellt werden, wie durch diese Dynamiken lokale Öffentlichkeit entsteht, abgebildet und europäisiert wird.</p>

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Top-down und bottom-up Dynamiken europäischer Öffentlichkeit im Lokalen

  • Muriel Cathérine Wenzel

摘要

In diesem Open-Access-Buch wird analysiert, wie Politiker*innen, insbesondere Mitglieder des Europäischen Parlaments, als Top-down-Akteure sowie zivile Akteure als Bottom-up-Akteure auf die Lokaljournalist*innen und deren Berichterstattung über die Europäische Union (EU) in Lokalzeitungen einwirken sowie die Politisierung der EU und die Europäisierung in den EU-Mitgliedstaaten beeinflussen. Lokale Tageszeitungen rücken nur selten in den Fokus der Forschung zur europäischen Öffentlichkeit. Sie sind aber gerade aufgrund ihrer wichtigen Funktionen auf der lokalen Ebene nicht zu vernachlässigen und können zur Politisierung der EU beitragen, indem sie eine Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Akteuren aus Politik, den Massenmedien und der Zivilgesellschaft, deren Strategien und Aktivitäten sowie der Berichterstattung im Medium selbst übernehmen. Mithilfe von 34 Interviews mit Journalist*innen, EU-Korrespondent*innen, Mitgliedern des Europäischen Parlaments und deren Mitarbeitenden, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und von EDICs, einer qualitativen Inhaltsanalyse lokaler Tageszeitungen sowie eines Vergleichs der drei Fallstaaten Deutschland, Österreich und Frankreich kann festgestellt werden, wie durch diese Dynamiken lokale Öffentlichkeit entsteht, abgebildet und europäisiert wird.