Molar incisor hypomineralization restoration: direct vs. indirect
摘要
Die Molaren-Inzisiven-Hypermineralisation (MIH) stellt aufgrund der Hypersensibilität der Zähne, des jungen Alters der Patienten und der oft ausgedehnten Defekte eine große klinische Herausforderung dar. Die Behandlungsansätze variieren für Seitenzähne und Frontzähne und folgen dem Prinzip „erst Komposit, dann Keramik“, je nach Alter des Patienten. Zu den alternativen Behandlungen gehören Silberdiaminfluorid oder fließfähige Glasionomerzemente. Im Seitenzahnbereich werden direkte Restaurationen bei jüngeren Patienten (sieben bis neun Jahre) bevorzugt, während indirekte Restaurationen bei Erwachsenen oder umfangreichen Defekten besser geeignet sind. Bei jüngeren Patienten werden Frontzähne in erster Linie mit Kompositrestaurationen behandelt, um dem fortschreitenden Skelettwachstum Rechnung zu tragen, während bei älteren Patienten (>20−25 Jahre) zur Verbesserung der Ästhetik indirekte Restaurationen verwendet werden. Entscheidend ist die Überkonturierung von Kompositschichten für eine bessere Ästhetik im Frontzahnbereich und die Vermeidung von Verklebungen mit MIH-geschädigtem Schmelz. Ein erfolgreiches MIH-Management erfordert einen maßgeschneiderten Ansatz, der minimal-invasive Techniken mit langfristigen funktionellen und ästhetischen Ergebnissen vereint.